Schulverwaltungsreform 2009 - Was wollen wir Eltern?

23.8.2009:

Zuerst einmal stellt sich die Frage nach den konkreten Inhalten der geplanten Reform.

 

Es ist ja in letzter Zeit offensichtlich üblich geworden, „Worthülsen“ zu thematisieren, die erst in weiterer Folge mit Inhalten aller Art gefüllt werden.

 

Auch daß diese Diskussion wieder einmal über die Medien begonnen wurde und somit von Anfang an sich die Gruppen der Befürworter und Gegner gegenüberstehen( vor allem jene, die ihren Einfluß auf die Bildungspolitik schwinden sehen), ist bei Gott keine gute Voraussetzung für eine zielgerichtete, von allen Kräften des Landes gemeinsam getragene, Entwicklung der Schule der Zukunft.

 

Unter anderem ist wieder die Erhöhung der Lehrverpflichtung thematisiert worden.

Es geht um die Gleichstellung der Landes- und Bundeslehrer, Neuverteilung der Kompetenzen, „Auflösung der Landesschulräte???“ und vielem anderen mehr.

 

Wie so oft in den letzten Monaten sehe ich auch hier nicht, wie durch derartige Maßnahmen die Qualität des Unterrichtes verbessert werden soll.

 

Oberstes Ziel muß sein, unseren Kindern den bestmöglichen Unterricht zu ermöglichen.

Die Schule DER Zukunft, als Schule MIT Zukunft

kann nur von Menschen mit Visionen gestaltet werden.

Offensichtlich gilt jedoch immer noch das Wort eines ehemaligen Bundeskanzlers, der gemeint hat:

„Wer Visionen hat, benötigt einen Arzt!“

 

Auch mir ist natürlich bewußt, daß die Grenze zwischen Visionen und Utopien oft fließend ist, aber die Frage darf nicht lauten:

         „Wie können wir im Bildungsbereich sparen“

sondern

         „Welche Maßnahmen müssen gesetzt werden, um die Talente des einzelnen Schülers zu fördern und zu fordern.“

Sozusagen die Software aufzusetzen, für die dann eine entsprechende Hardware maßgeschneidert wird.

Derzeit wird an der Hardware ge.. bastelt (beinahe hätte ich geschrieben, gepfuscht), in welche dann die Software hineingepreßt wird.

 

Es gilt also in erster Linie, gemeinsam das Ziel der Reise festzulegen, um dann die Route festzulegen.

 

Österreich war einmal ein Land der Forscher, Erfinder, Wissenschaftler, Künstler und Sportler. Auch wenn wir im Moment in vielen Bereichen noch weit davon entfernt sind,  dies zu sein, ist es mein Ziel, diesen Ruf wieder zu erlangen.

 

Vor allem mit Zukunftstechnologien und innovativen Produkten läßt sich in der heutigen Zeit Geld verdienen.

 

Auch von dieser Warte sollte man die Entwicklung der Schule der Zukunft betrachten. Denn die lange Zeit zwischen Schulabschluß und Pension ist lang.

 

Nur dann wenn wir unsere Kinder auf ihre Aufgaben im Berufsleben gut vorbereiten, können sie ihre Frau, ihren Mann stellen und ihren Beitrag dazu leisten, daß wir gemeinsam das von mir genannte „Reiseziel“ erreichen

 

Ihr

Stefan Mandahus