Tätigkeit und Ziele

Der Hauptverband Katholischer Elternvereine Österreichs wurde am 11. Juni 1949 in Wien gegründet.

 

Er hatte damals die Aufgabe, die Wiedererrichtung des katholischen Privatschulwesens zu unterstützen. Da zwei der drei in der Konzentrationsregierung vertretenen Parteien das katholische Privatschulwesen überhaupt nicht zulassen wollten, galt es, durch tägliche Überzeugungsarbeit ein für katholische Privatschulen günstiges Umfeld zu schaffen. Diese Bemühungen gipfelten darin, dass durch die Intervention des Hauptverbandes 1971 erreicht werden konnte, dass die Kosten des Lehrpersonals durch den Staat zur Gänze übernommen wurden.

Seither liegt das Hauptaugenmerk bei der Überwachung insbesondere der finanziellen Gleichbehandlung mit den öffentlichen Schulen. Die Vorstöße von Bund und Ländern zu Einsparungen gaben ein weites und für die Eltern bedeutsames, für den Hauptverband letztlich erfolgreiches Betätigungsfeld.
Die jüngsten Bemühungen konzentrierten sich gegen die Absicht der Bundesregierung, die Schulgesetze gänzlich aus der verfassungsrechtlichen Absicherung der Zwei-Drittelmehrheit zu nehmen.

 

Unsere Aufgaben:

 

Interessenvertretung der Eltern von Schülerinnen und Schülern an katholischen Privatschulen
Förderung von Kindern und Jugendlichen an römisch-katholischen Bildungseinrichtungen, Kindergärten und Horten
Mitwirkung an der Entwicklung der österreichischen Bildungspolitik
Unterstützung der Schulträger und Lehrerschaft von katholischen Privatschulen
Unterstützung der Tätigkeit der Landesverbände und Sicherstellung des gegenseitigen Informationsaustausches sowie Koordinierung gemeinsamer Aktionen.


Grundsätze und Bildungsziele:

 

Bildungspolitik ist Aufgabe der langfristigen Staatspolitik. Hinsichtlich der Bildungspolitik ist dem Zentralismus gegenüber dem Föderalismus der Vorrang zu geben.
Die Schule hat neben der Unterrichts- auch Erziehungs- und Betreuungsfunktion.
Schulische Vielfalt, Methodenvielfalt und Vielfalt der Schulträger sind zu fördern.
Das Recht der Eltern auf Kindererziehung ist aufrechtzuerhalten.
Die Talente der Schüler sind individuell optimal zu fördern.
Die Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen hat zumindest den gleichen Stellenwert wie technisches, naturwissenschaftliches und historisches Wissen.
Das Unterrichtsziel des „humanistischen Bildungsbürgers“ ist durch jenes des „sozial kompetenten und lebenstüchtigen Trägers einer europäischen Gesellschaft christlicher Prägung“ zu ersetzen.
Verpflichtender Ethikunterricht bei Abmeldung vom Religionsunterricht.


Wir wirken für folgende Maßnahmen:

Verstärkung vorschulischer Ausbildung, Zusammenlegung artverwandter Gegenstände, Neuordnung „klassischer“ bildungsbürgerlicher Inhalte, Verringerung diverser Ferien und unterrichtsfreier Zeiten, Verpflichtender Nachweis der Kenntnis der Unterrichtssprache, sowie Aufnahmetests.
Neue universitäre Studienangebote für fächerübergreifende Gegenstände.
Zusätzliche finanzielle Anreize für Lehrer/Erzieher, Verbesserung des den Lehrern zur Verfügung stehenden motivatorischen und disziplinären Instrumentariums.
Hebung des Images des Lehrberufes.